Bayern
Nachruf und Reaktionen auf den Tod von Hubert Aiwanger
Der Tod von Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger löst auch bei unseren lokalen Politikern parteiübergreifend Bestürzung aus. Wir haben Reaktionen eingeholt.
Nah am Volk, klare, streitbare Aussagen, mit niederbayerischem Dialekt. Das war Hubert Aiwanger. Bis zu seinem Tod gestern hat er die Bayerische Landespolitik geprägt. Weil er als Parteivorsitzender die Freien Wähler 2008 in den Landtag geführt hat. Weil er seit 2018 Bayerischer Wirtschaftsminister und stellvertretender Ministerpräsident war. Weil er für einfache, pragmatische und volksnahe Politik stand. Und: Weil Aiwanger kein Blatt vor dem Mund nahm.
Aiwanger vertrat Meinungen, die im Bierzelt gut ankamen, aber polarisiert haben. Er hatte dabei stets Respekt vor anderen Ansichten. Für Ambergs Oberbürgermeister Michael Fritz war das auch der Grund, warum er zu den Freien Wählern gegangen ist – weil er hier auch mal abweichende Meinungen als die Parteispitze vertreten dürfe, so Fritz.
Viele Politiker sind bestürzt über den Tod von Hubert Aiwanger – parteiübergreifend. Gedenken an Hubert Aiwanger, Mitgefühl mit der Familie – das ist jetzt das Gebot der Stunde. Aber im schnelllebigen Politikgeschäft stellt sich auch die Frage: Wie geht es mit den Freien Wählern jetzt weiter? Der Stellvertretende Fraktionsvorsitzende Bernhatd Heinisch sagt: Man werde die Politik in Aiwangers Sinne weiterführen.
(mz)
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