Sulzbach-Rosenberg: CSU-Forum der Begegnung

Ein Forum der Begegnung – das veranstaltet die CSU Sulzbach-Rosenberg schon seit Jahrzehnten. Heuer wurde zum ersten Mal in den Seidel-Saal geladen. Im Rahmen des Forums sollen sich Vertreter gesellschaftlicher, kultureller und sportlicher Einrichtungen Sulzbach-Rosenbergs mit lokalen CSU-Vertretern austauschen können. „Das Forum ist für uns der Grundstein für erfolgreiche Politik. Woher sollen Politiker schließlich wissen, was den Bürgern unter den Nägeln brennt, wenn sie nicht miteinander reden?“, so der Vorsitzende der CSU Sulzbach-Rosenberg, Dr. Patrick Fröhlich.

Als Hauptredner konnte Dr. Florian Herrmann, der Bayerische Staatsminister für Bundes- und Europaangelegenheiten und Medien, gewonnen werden. Dieser hatte quasi ein Heimspiel. Seine Großeltern kommen aus Hahnbach und Amberg: „Es ist schön, wenn man einen politischen Termin mit persönlichen Begegnungen verbinden kann“.

In seiner Rede sprach Herrmann verschiedene Themen an – auch US-Präsident Donald Trump und seine Art Politik zu machen, spielten dabei eine Rolle. Für den Leiter der Bayerischen Staatskanzlei ist Trump nämlich eine große Herausforderung: „Ich frage mich, wie kann es dazu kommen, dass jemand wie Trump gewählt wird? Meine Antwort: Wenn sich politische Eliten zu weit von der Bevölkerung und deren Anliegen und Sorgen entfernen und sich selbst nur um sich kreisen, dann werden sich die Menschen einfach abwenden. Und genau das wollen wir von der CSU nicht! Wir wollen für die Bürger da sein!“

Anlässlich der bevorstehenden Europawahl am 26. Mai hat Dr. Florian Herrmann auch den Brexit angesprochen. Für ihn sei der EU-Austritt des Vereinigten Königreichs ein historischer Fehler und Rückschritt. Schließlich müsse man an einem gemeinsamen Europa festhalten und dafür kämpfen: „Unsere Generation hat den historischen Auftrag, die zivilisatorischen Fortschritte, die wir als Menschen in Europa in den vergangenen sieben Jahrzehnten gemacht haben, nicht zu vertun, sondern darauf aufzubauen, die Chancen für die Zukunft zu sichern. Wir müssen in Europa zusammenstehen – für die Themen, die wichtig sind. Das wäre zum Beispiel die Grenzsicherung, aber auch unsere Werte wie Meinungs- oder Religionsfreiheit oder Gleichheit von Mann und Frau“. (jg)