Tirschenreuth: Krisenstab bereitet sich auf steigende Fallzahlen vor

Das Landratsamt Tirschenreuth informiert in einer Pressemitteilung über die aktuellen Fallzahlen. Außerdem wurde eine mobile Abstrichstation der KVB eingerichtet. Der Krisenstab bereitet sich auf weiter steigende Fallzahlen vor:

Pressemitteilung

Coronavirus: Zahl der Fälle über das Wochenende um über das Doppelte gestiegen, 182 bestätigte Fälle im Landkreis, davon 71 in der Stadt Mitterteich, mobile Abstrichstation der KVB am Samstag in Tirschenreuth im Einsatz, Kristenstab Katastrophenschutz bereitet sich auf weitere steigende Fallzahlen vor, aktuelle Informationen zum Coronavirus auf der Homepage des Landkreises erhältlich

Über das Wochenende hat sich die Zahl der bestätigten Fälle im Landkreis Tirschenreuth mehr als verdoppelt.

Stand 22.03.2020 (13.00 Uhr) sind im Landkreis Tirschenreuth 182 Fälle mit dem CoronaVirus infiziert. Der Schwerpunkt ist weiterhin in der Stadt Mitterteich mit 71 Fällen. Ein Grund des starken Ansiegs sind die zahlreichen Tests der Kontaktpersonen zu den bisher bestätigten Fällen in der letzten Woche, deren Ergebnisse nun am Wochenende eingetroffen sind. Das Gesundheitsamt Tirschenreuth ermittelt hier lt. Landrat Lippert seit dem ersten bestätigten Fall akribisch die Infektionsketten und testet die Kontaktpersonen.

Am Samstag wurde in Tirschenreuth durch die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns eine mobile Abstrichstation, ein sog. „Drive-Through-Verfahren“, aufgebaut. Organisiert und unterstützt wurde diese Aktion durch das Gesundheitsamt, das BRK, die FFW und die Polizei. Es wurden hier ca. 500 vorgeladene Personen (i. d. R. Kontaktpersonen) getestet, die Ergebenisse liegen noch nicht vor.

Landrat Wolfgang Lippert bittet die Bevölkerung nochmal eindringlich, im Landkreis die Ausgangsbeschränkungen und in der Stadt Mitterteich die Ausgangssperre einzuhalten. „Wir können nur gemeinsam diese Herausforderung meistern, jeder muss mithelfen und sich an die Regeln halten. Nur so lässt sich die Ausbreitung des Coronavirus verlangsamen. Der tiefe Einschnitt ist notwendig, um die Gesellschaft, insbesondere Ältere und Bürger mit Vorerkrankungen, vor dem Virus zu schützen. Bitte haben Sie Verständnis für diese Maßnahmen“.

Der Krisenstab des Katastrophenschutzes, welcher auch am Samstag und Sonntag tagte, bereitet sich auf weitere steigende Fallzahlen vor. In diesem Zusammenhang bittet Landrat Lippert die Bayerische Staatsregierung dringend, dem Landkreis Tirschenreuth als das stärkst betroffenes Gebiet in Bayern jegliche Unsterstützung zu leisten.

Für alle Fragen rund um das Thema wurden verschiedene Hotlines und Bürgertelefone eingerichtet. Die genaue Aufteilung nach Themen entnehmen Sie bitte der Homepage des Landkreises Tirschenreuth. Daneben steht für medizinische Fragen die Hotline der Integrierten Leitstelle Nordoberpfalz für medizinische Fragen am Wochenende, jeweils von 8.00 – 20.00 Uhr, zur Verfügung.

Die aktuellen Informationen rund um dieses Thema sind auf der Homepage des Landkreises Tirschenreuth abrufbar.

(Quelle: Pressemitteilung Landratsamt Tirschenreuth)