Tirschenreuth: Lage in der Coronakrise bleibt angespannt

Die Fallzahlen steigen weiter in Tirschenreuth. Der Landkreis ist besonders vom Ausbruch des Coronavirus betroffen. Deutlich macht das auch der Inzidenz-Wert: In ganz Deutschland sind laut dem Robert-Koch-Institut durchschnittlich 81 pro 100.000 Einwohner an Covid 19 erkrankt – in Tirschenreuth sind es 691 pro 100.000 Einwohner (Stand Mittwoch Vormittag). Am Montag hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder mehr Hilfe für solche stark betroffenen Gebiete zugesagt.

Zu dieser Unterstützung sollen mehr Ärzte und mehr Personal für die Gesundheitsämter gehören, so Söder in München. Außerdem mehr Tests und Schutzmaterial wie Masken und Atemgeräte. Auch Kräfte der Polizei sollen laut Söder mobilisiert werden, um Infektionsketten nachzuvollziehen. In diesen besonders betroffenen Gebieten solle es eine Maskenpflicht in Altenheimen geben.

Die bisherige Unterstützung aus München sei dringend nötig gewesen, so Tirschenreuths Landrat Wolfgang Lippert. Die Botschaft von Ministerpräsident Söder sei ein positives Signal für den Landkreis. Besonders zwei Ärzte für das Gesundheitsamt seien dringend nötig, da die dortigen Ärzte wegen Krankheit ausgefallen sind.

Aktuell arbeiten am Gesundheitsamt Tirschenreuth 40 Menschen mehr als zu Normalzeiten. Denn weiterhin sei hier die Devise: Testen, testen, testen, um Infektionsketten unterbrechen zu können. Grund zur Entwarnung gebe es aktuell noch nicht, betont der Landkreischef. Die Situation bleibe angespannt. Besonders in Mitterteich müsse die strenge Ausgangssperre weiterhin aufrechterhalten werden.

(az)