Tirschenreuth: Studie soll Dunkelziffer der Coronavirusinfektionen bestimmen

Im Mai startet im Landkreis Tirschenreuth eine sehr wichtige Antikörperstudie. Dies wurde heute Mittag im Rahmen einer Pressekonferenz an der Uniklinik Regensburg verkündet.

Für Wissenschaftsminister Bernd Sibler ist die Studie so wichtig, dass vom Freistaat Bayern rund 650.000 Euro dafür investiert werden. Durchgeführt wird die Studie in Zusammenarbeit der Unikliniken Erlangen und Regensburg.

Eine Fehlerquote, wie es sie bei anderen Antikörpertests häufig gebe, solle es in dieser Studie nicht geben, so Prof. Dr. Klaus Überla vom Virologischen Institut der Uniklink Erlangen. Sein Kollege Prof. Dr. Ralf Wagner sprach von 3.200 Menschen aus dem Landkreis Tirschenreuth, die getestet werden sollen. Im Zeitraum von 4 bis 6 Monaten sollen die Tests durchgeführt werden. Die Wissenschaftlich erhoffen sich dadurch mehrere Erkenntnisse. Die Summer der Infizierten könne Aufschluss über die Immunität in der Bevölkerung geben. Dies lasse wiederum Rückschlüsse auf die Ausbreitungsdynamik des Virus zu.

Die Landkreisbewohner werden zufällig ausgewählt, erhalten Post von den Einwohnermeldeämtern und sollten dann ihre Einverständniserklärung geben. Die Blutabnahme organisiert dann das Bayerische Rote Kreuz.

Start der Studie soll noch in diesem Monat sein. Ergebnisse werden für das kommende Jahr erwartet.

(tb)