Trend zu Briefwahlen verstärkt sich – Das ist dabei zu beachten

Den eigenen Wahlzettel in die Urne werfen – für diesen wichtigen Akt der Demokratie mussten unsere Vorfahren lange kämpfen. Doch der Weg ins Wahllokal wird immer seltener gesucht. Denn viele wählen inzwischen per Briefwahl, bequem von zuhause aus.

Im Stimmkreis 232 Amberg/Neumarkt sind 215.000 Wahlberechtigte aufgerufen, ihr Kreuzchen zu setzen. Die Hälfte derer, die von ihrem Stimmrecht Gebrauch machen wollen, werden dies wohl per Briefwahl machen. Daher werden gerade in Amberg die Briefwahlanträge bearbeitet.

Bei Briefwahlen ist allerdings einiges zu beachten: Der Stimmzettel muss in den blauen Umschlag. Dieser Umschlag sowie die unterschriebene eidesstattliche Versicherung müssen in das rote Briefkuvert. Und dieser muss schließlich rechtzeitig um 18 Uhr im Wahlbüro eingehen. Laut Schafbauer seien bei den letzten Wahlen bis zu 100 Stimmzettel erst am Montag im Briefkasten gelandet – zu spät, um noch gewertet zu werden. Ohnehin empfiehlt er die Urnenwahl – trotz Corona. Hygiene- und Schutzmaßnahmen werden verstärkt.

Statt 490 sind nun im Wahlkreis 232 Amberg/Neumarkt nur noch 450 Wahllokale geöffnet. Positiver Nebeneffekt: Manche Lokale kratzten bereits an der kritischen Marke von 50 Wählern. Werden diese nicht erreicht, könnte das Wahlgeheimnis verletzt werden. Auch das sind Folgen der Briefwahl.

(mz)