Wasserball: SV Weiden schlägt SV Krefeld

Die Wasserballer des SV Weiden, sie wollten da weitermachen, wo sie das letzte Mal in der heimischen Thermenwelt aufgehört hatten: Gegen Krefeld sollte für die Aigner Truppe der zweite Saisonsieg her. Gerade und vor allem weil es mit dem SV Krefeld gegen einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf ging.

Das Schlusslicht der Deutschen Wasserball Liga Pro Gruppe B erwischte hier den etwas besseren Start. Die Hausherren führten früh, agierten hier in der Anfangsphase hoch konzentriert. Krefeld blieb jedoch vorerst dran. 2:2 nach Durchgang eins.

Mit zunehmender Spieldauer erkämpften sich die Weidener hier aber immer mehr das Heft des Handelns. Der SVW jetzt die bessere Mannschaft im Becken. Deshalb ging’s für die Oberpfälzer auch mit einer verdienten drei Tore Führung in die Halbzeitpause. 7:4 Der Spielstand.

Wie schon die Berliner bei ihrer Niederlage in der Weidener Thermenwelt, machten sich auch die Mannen vom SV Krefeld das Leben dann noch selber schwerer als es hätte sein müssen. Die Gäste leisteten sich zu viele Strafzeiten. Und wie schon gegen Berlin nutzten die Aigner-Schützlinge auch dieses Mal wieder die Gunst der Stunde. Zogen auf 10:5 davon.

Aber eine weitere Parallele zum Sieg über die Hauptstädter: Auch dieses Mal wurde es trotz zwischenzeitlich klarer Weidener Führung noch ein echter Krimi. Krefeld steckte hier nämlich keineswegs auf, drei Gästetreffer in den ersten drei Minuten brachten die Krefelder wieder voll ins Spiel. Kurz vor Schluss war der Vorsprung des SVW auf ein mickriges Törchen geschmolzen. 10:11, Folter für die Nerven der Weidener Fans.

Aber wie schon gegen Berlin reichte es am Ende doch noch zum Sieg. Zu Beginn der Saison hätte man so ein Spiel vermutlich noch aus der Hand gegeben, aber die junge Truppe des SVW wird immer besser, hat dazugelernt und zeigt, dass sie gut genug ist für die erste Liga. Am Ende schlägt Weiden Krefeld mit 12:10 und kann jetzt mit Selbstvertrauen in die letzten beiden Hauptrundenspiele gegen Uerdingen und Ludwigsburg gehen. Danach gilt es dann in der Abstiegsrunde die Klasse zu halten. (ac)