Weiden: Bei Schnelltests in die Offensive – Forderug der CSU

Die Situation im Rahmen der Corona-Pandemie im bayerischen Grenzgebiet zu Tschechien spitzt sich weiter zu. Mittlerweile gibt es mehrere Initiativen, die von Land und Bund Unterstützung für die Nordoberpfalz einfordern. Neben einer Anpassung der Impfstrategie steht vor allem ein Ausbau der Testkapazitäten und der verstärkte Einsatz von Schnelltests im Raum. Die CSU-Fraktion hat im Stadtrat ebenso eine Schnelltestinitative der Stadt Weiden eingefordert. Doch will sie nicht bis zur nächsten Sitzung warten und drängt auf Beschleunigung.

Die CSU-Stadtratsfraktion zeigt sich überzeugt, dass die Region vor dem Hintergrund der zu erwartenden und dringend benötigten Schulöffnungen nicht nur auf die Entscheidungen aus München und Berlin warten kann. Vielmehr solle die Stadt selber aktiv werden. Fraktionsvorsitzender Benjamin Zeitler betont: „Wir müssen jetzt handeln und uns den Tatsachen stellen. Eine Tatsache ist und bleibt, dass das Erkennen einer Infektion ein Schlüssel oder sogar der Schlüssel, im Kampf gegen die Pandemie ist.“

„Jetzt ist es dringend erforderlich für unsere Kinder, in die Offensive zu gehen“, so Zeitler weiter. Den Weidener müsse man ein Mittel an die Hand geben, mit dem sie mit einer fast 100%-igen Sicherheit feststellen können, ob sie sich infiziert haben oder eben nicht, heißt es von Seiten der CSU. Es gebe diese Tests auf dem Markt und sie seien auch in ausreichender Stückzahl verfügbar. Beispiele in Deutschland (wie z.B. der Landkreis Böblingen) würden zeigen, wie erfolgreich diese Strategien in der Pandemiebekämpfung seien.

„Uns ist bewusst, dass dieser PCL-SPIT-Test (Spucktest) derzeit nur von Fachpersonal durchgeführt werden darf“, erklärt CSU-Stadtrat Hans-Jürgen Gmeiner, einer der Initiatoren. „Dies sollte uns aber nicht daran hindern, diese Tests zu beschaffen, weil fest davon auszugehen ist, dass diese Schnelltests baldmöglichst für Jedermann freigegeben werden. Der Preis von ca. 10 Euro pro Test liegt damit um ca. 150 Euro tiefer als ein PCR-Test. Dass dieser Test einen PCR-Test nicht ersetzen soll oder kann, ist uns durchaus bewusst“, so Gmeiner weiter.

Zwei Dinge sind nun aus Sicht der CSU-Stadtratsfraktion zu tun:

1. Beschaffen einer ausreichenden Zahl an Tests für die Schulkinder und die Weidener Bürger – die CSU denke zunächst an 200.000 Einheiten.

2. Einwirken auf die Entscheidungsträger in Berlin, damit sie schnellstmöglich die Schnelltests auch anerkannt in Eigenregie zulassen (Zulassung der Tests für “Lieschen Müller“).

„Wir als CSU-Fraktion-Weiden sind bereit, die einzusetzenden Mittel im Haushalt zur Verfügung zu stellen und sind überzeugt, dass die Ausgaben einer etwaigen späteren Rechnungsprüfung standhalten. Für wen sollten wir die Steuergelder denn ausgeben, wenn nicht für den Gesundheitsschutz unserer Bürger?“, gibt sich Zeitler sicher, dass er auf breiten politischen Zuspruch trifft. Und fordert schließlich: „Handeln, statt ständig abwarten, muss jetzt die Maxime sein.“

(Symbolbild: Pixabay)

(vl)