Weiden: CSU-Neujahrsempfang mit Michaela Kaniber

Die CSU hat in Weiden das neue Jahr begrüßt. Der Neujahrsempfang in der Max-Reger-Halle stand zum Einen im Zeichen des Wahlkampfes: Eingeladen hatten Weidens OB-Kandidat Benjamin Zeitler sowie Tirschenreuths Landratskandidat Roland Grillmeier. Ein weiteres Thema rückte aber fast noch mehr in den Mittelpunkt: Die seit Monaten anhaltenden Proteste der Landwirte. Von ihnen waren zahlreiche Vertreter zu dem Empfang gekommen, denn als Hauptrednerin war Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber angereist.

Michaela Kaniber ist sich der Sorgen und Probleme der Landwirte sehr bewusst. Landwirte seien enorme Leistungsträger in unserer Gesellschaft und müssten entsprechend geschätzt werden, betonte sie in ihrer Neujahrsansprache. Sie pochte auch auf die Verantwortung der Verbraucher: Uns müsse klar sein, dass Umwelt- und Artenschutz in der Landwirtschaft nicht zum Null-Tarif zu haben sei.

Die Anwesenheit der Landwirtschaftsministerin hatte zahlreiche Landwirte zu dem Empfang gelockt. Mit ihnen führte Michaela Kaniber im Anschluss ein längeres Gespräch. Die Landwirte zogen danach eine positive Bilanz. Sie hätten im Dialog mit der Ministerin das Gefühl, ernst genommen zu werden und haben Kaniber angehalten, in Berlin und Brüssel weiterhin Druck für die Anliegen der Bauern zu machen.

Mehr Anerkennung für die, die wichtige Beiträge für unser Zusammenleben leisten – das gelte nicht nur für die Landwirte, sondern könne ein Neujahrsvorsatz für unsere ganze Gesellschaft sein, so Michaela Kaniber in ihrer Ansprache zum neuen Jahr. Die Leistungen, die Polizei, Feuerwehr und Ehrenamtliche erbringen, dürfen nicht als selbstverständlich hingenommen werden. Sie seien unbedingt nötig für eine funktionierende Gesellschaft und müssten dementsprechend wertgeschätzt werden, betonte Kaniber.

Im Anschluss an ihre Ansprache gab es eine kurze Frage-Antwort-Runde mit den zwei Landratskandidaten Roland Grillmeier aus Tirschenreuth und Andreas Meier aus Neustadt sowie Weidens OB-Kandidat Benjamin Zeitler. Sie haben kurz vorgestellt wofür sie stehen.

Roland Grillmeier will im Landkreis Tirschenreuth den in den vergangenen Jahren aufgenommenen Schwung fortführen und die Entwicklung beispielsweise im Bereich Bildung oder Arbeitsplatzentwicklung voran treiben. Auch Andreas Meier will seinen Landkreis Neustadt an der Waldnaab weiter entwickeln: So soll weiterhin an großen Zukunftsfragen gearbeitet und die landkreisübergreifende Zusammenarbeit gestärkt werden.

Benjamin Zeitler will in Weiden als Stadtoberhaupt neue Flächen für Bau und Gewerbe schaffen. Außerdem müsse Weiden eine soziale Stadt bleiben und beispielsweise Schulen sanieren und sich um Arbeitslose kümmern. Auch die Klimaneutralität der Stadt sei eines seiner erklärten Ziele. (az)