Weiden: David schlägt Goliath

Es war einer dieser besonderen Abende, die die Hans Schröpf Arena schon gegen Selb und Garmisch erleben durfte. Die Fans feiern ihre Mannschaft. Feiern ihre Mannschaft, weil die mal wieder gegen einen der Großen über sich hinaus gewachsen ist.

Es scheint fast so als wären die Blue Devils genau dann am stärksten, wenn niemand etwas von Ihnen erwartet. Der EVW startete furios, überrannte die Gäste aus Oberbayern in der Anfangsphase regelrecht. Habermann in der 12. Minute zum 1:0, Abercrombie nur zwei Minuten später mit dem 2:0. Und in der 18. Minute dann nochmal ein glänzend aufgelegter Marco Habermann mit dem 3:0 für den Underdog aus Weiden.

Peiting war sichtlich überrascht vom Auftritt der Weidener, kam im Laufe der Partie aber immer besser ins Spiel und kam nach einer halben Stunde zum 2:3 Anschlusstreffer durch Captain Anton Saal.

Der größte Aufreger dann in Minute 44. Nach Toren von Rubes und Maier unterlief den Unparteiischen einer von vielen, aber ihr schwerster Patzer an diesem Abend. Kosturek befördert den Puck ganz klar mit der Hand ins Tor. Das ist nicht erlaubt. Tor hätte nicht zählen dürfen, aber es zählte und führte zum 4:4 Ausgleich.

Es hätte irgendwie zur Saison der Blue Devils gepasst, wenn man durch so etwas hier mal wieder um die Punkte gebracht worden wäre, aber der EVW ließ sich davon nicht aus der Ruhe bringen. In der zweiten Minute der Verlängerung nutzt Weidens Topstürmer Matt Abercrombie einen Fehler der Peitinger Defensive und schießt seine Blue Devils zum 5:4 Overtime Sieg.

(ac)