Weiden: Klinikum für Organspende ausgezeichnet

Das Klinikum Weiden wurde neben dem DONAUISAR Klinikum Deggendorf und dem Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München mit dem Bayerischen Organspendepreis 2017 ausgezeichnet. Die bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml überreichte die Preise am Montag in München gemeinsam mit Dr. med. Dipl.-Biol. Thomas Breidenbach, Geschäftsführender Arzt der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO). Der Bayerische Ehrenpreis zur Förderung der Organspende wurde an eine Initiative von Studierenden verliehen – die Lokalgruppe München der Initiative Aufklärung Organspende.

Der Transplantationsbeauftragte im Klinikum Weiden, Oberarzt und Leiter der Intensivstation, Andreas Falthauser (DEAA), hat klinikinterne Strukturen etabliert, so dass alle Kolleginnen und Kollegen auf den Intensivstationen fachlich und emotional auf mögliche Organspenden vorbereitet sind. Dabei spielt für ihn die Begleitung der Angehörigen von Organspendern eine wichtige Rolle, heißt es in einer Pressemitteilung.

Die Preisverleihung fand im Rahmen der 18. Jahrestagung der bayerischen Transplantationsbeauftragten im Landtag statt. Ministerin Huml erklärte: „Mit dem Bayerischen Organspendepreis zeichnen wir das große Engagement von Kliniken aus, die im Bereich der Organspende eine Vorbildfunktion übernehmen. Mit Fachkompetenz und persönlichem Einsatz tragen die Mitarbeiter an den Kliniken in Deggendorf, München und Weiden dazu bei, Leben zu retten. In den ausgezeichneten Kliniken zeigt sich beispielhaft, wie wichtig das Engagement der Transplantationsbeauftragten für das Gelingen der Organspende ist.“

Damit die Transplantationsbeauftragten in ihrem arbeitsreichen Alltag genügend Freiraum für dieses Engagement haben, hatte Bayern im letzten Jahr eine konkrete Freistellung für Transplantationsbeauftragte gesetzlich festgelegt. Dr. jur. Hans Neft aus dem Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege berichtete in München über die Erfahrungen nach einem Jahr. Ministerin Huml betonte, dass die bayerische Regelung Vorbild für eine bundesweite verbindliche Freistellungsregelung für die Transplantationsbeauftragten im Transplantationsgesetz sein könne.

Entgegen dem bundesweiten Trend ist die Zahl der Organspender in Bayern im Jahr 2017 gegenüber dem Vorjahr angestiegen: 143 Menschen wurden nach dem Tod Organe zur Transplantation entnommen (2016: 121). Von Januar bis Ende Juni 2018 gab es in Bayern 65 Organspender, im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es 69. In Bayern warten rund 1400 Patienten auf eine Transplantation.

(Quelle: Bayerisches Gesundheitsministerium)