Weiden: Rollende Zeitbombe(n) auf A6 gefunden

Polizeibeamte der VPI Weiden haben am vergangenen Freitag auf der A6 eine „rollende Zeitbombe“ aus dem Verkehr gezogen. Dabei handelt es sich um zwanzig Container mit Säure.

Am Freitag gegen 10 Uhr kontrollierten die Beamten der Schwerverkehrs- und Gefahrgutkontrollgruppe auf Höhe Wittschau einen türkischen LKW mit Gefahrgutladung. Dabei bemerkten sie bei der ersten Inaugenscheinnahme, dass die orangenfarbenen Warntafeln nicht vorschriftsmäßig waren. Doch bei diesem Verstoß blieb es nicht – der Fahrer sei (vielmehr sogar) einer Katastrophe nur knapp entgangen, so heißt es in der Pressemitteilung der VPI Weiden:

 

„Die auf der Ladefläche geladenen Container waren ohne jegliche Sicherung auf der Ladefläche abgestellt worden. Während der Fahrt waren die ca. 1000 kg schweren Container bereits derart verrutscht, dass sich die Metallkäfige, in den denen sich die Container befanden, verkeilt hatten. Einige der Container waren durch das Verrutschen und Gegeneinanderstoßen bereits deformiert.

Eine Umladung bzw. Sicherung der Ladung war an Ort und Stelle nicht möglich, weshalb das Fahrzeug unter besonderen Vorsichtsmaßnahmen in eine nahegelegene Werkstatt eskortiert wurde. Dort wurde die gesamte Ladung vom Fahrzeug entladen und nach Prüfung auf Beschädigungen erneut verladen. Im Anschluss erfolgte eine ordnungsgemäße Ladungssicherung, nach der der Fahrer seine Fahrt fortsetzen konnte.

Zur Vervollständigung sei noch erwähnt, dass der Fahrer weder ein ordnungsgemäßes Beförderungspapier, noch eine ordnungsgemäße Ausrüstung mit sich führte.“

Quelle: Pressemitteilung VPI Weiden

 

Die Fahrer und Spedition erwarten nun Bußgelder in Höhe von 850 Euro bzw. 1.700 Euro. Auch der Verlader wird in Höhe von 500 Euro zu Kasse gebeten werden. Für die Umladeaktion musste der Fahrer laut Auskunft der Polizei zudem einen höheren dreistelligen Betrag bezahlen.

Zu dem Vorfall die Polizei:

„Der vorliegende Fall zeigt, wie wichtig Kontrollen im Schwerverkehrsbereich sind, nicht auszudenken, wenn durch die ungesicherte Ladung Gefahrgut ausgetreten wäre. Ein Schaden für die Umwelt und eine Gefährdung von Menschen wäre mit hoher Wahrscheinlichkeit der Fall gewesen. Im Jahr 2017 kontrollierte die Schwerverkehrsgruppe der VPI Weiden insgesamt 712 Fahrzeuge mit Gefahrgutladungen, mehr als jedes zweite Fahrzeug, nämlich 433, wurde beanstandet. Bei 98 der 433 Fahrzeuge war unzureichende Ladungssicherung der Grund für die Beanstandung.“

Quelle: VPI Weiden

 

(nh/Pressemitteilung VPI Weiden)

 

 

Bild: VPI Weiden