Wernberg-Köblitz: Fingerspuren führen zu Feuerwerk mit 20 kg Explosivmasse

Detektivischen Spürsinn bewiesen Beamte der Schwerverkehrskontrollgruppe der Verkehrspolizeiinspektion Weiden, als sie am Dienstagnachmittag auf der A 6 bei Wittschau, drei Autotransporter aus Rumänien kontrollierten.

Als die Polizei die Höhe und Länge der Transporter, welche je mit acht neuen PKWs beladen waren, vermessen wollten, fiel einem Polizeibeamten auf, dass sich auf dem leicht verschmutzten  Kofferraumdeckel,  dreier dieser Neufahrzeuge, Fingerabdruckspuren befanden.

Beim Öffnen der Heckklappen fanden die Beamten nicht,  wie zuerst vermutet illegale Einwanderer, sondern  insgesamt  168 kg Pyrotechnik, für die in Deutschland eine sprengstoffrechtliche Erlaubnis erforderlich ist. Keiner der drei Fahrer, drei Brüder mit rumänischer Staatsbürgerschaft, konnte eine derartige Erlaubnis vorweisen.

Das Feuerwerk, mit einer Explosivmasse von 20  kg,   welches daraufhin sichergestellt wurde, war laut Angaben der Brüder für eine Silvesterfeier mit der kompletten Familie vorgesehen und wurde bei einem kurzen Zwischenstopp, auf dem Weg nach Belgien,  in der Tschechischen Republik gekauft.

Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Amberg, wurden die drei 28-, 29-, und 42jährigen Geschwister nach  Vernehmung und Benennung eines Zustellungsbevollmächtigten entlassen und konnten ihre Fahrt nach Belgien fortsetzen.

Sie erwartet nun eine Strafanzeige nach dem Sprengstoffgesetz. Zur Unterstützung war der Gefahrguttrupp der Verkehrspolizeiinspektion Amberg  am Ort des Geschehens. (sd)