Sulzbach-Rosenberg

„Wir glauben an die deutsche Wirtschaft“ - Firma Leonhard Kurz investiert Millionen in den Oberpfälzer Standort

Der Hersteller von Dekorations- und Funktionsschichten für Banknoten, Ausweisdokumente und Industrieanwendungen benötigt große Mengen Prozesswärme. Künftig wird überschüssiger Strom aus einer nahegelegenen Photovoltaikanlage genutzt, um einen thermischen Energiespeicher zu laden. Die dort gespeicherte Wärme kann später in Form von rund 400 Grad heißem Thermalöl an die Produktionsanlagen abgegeben werden.

Nach Angaben des Unternehmens sollen mit der neuen Anlage mehr als 70 Prozent des Wärmebedarfs einer Produktionslinie gedeckt werden. Dadurch könnten jährlich über 700 Tonnen CO₂ eingespart werden. Entwickelt wurde das System gemeinsam mit dem norwegischen Unternehmen ENERGYNEST.

Für die Verantwortlichen beider Unternehmen ist das Projekt ein Beispiel dafür, wie die Energiewende in der Industrie praktisch umgesetzt werden kann. Gleichzeitig solle gezeigt werden, dass Klimaschutz und industrielle Wettbewerbsfähigkeit vereinbar sind.

Gerade für die Oberpfalz als starke Industrieregion haben solche Investitionen eine besondere Bedeutung. Die Region zählt zu den wichtigsten Industriestandorten Bayerns. Investitionen in neue Technologien und Produktionsstandorte gelten deshalb als wichtiger Faktor für die wirtschaftliche Entwicklung.

Bei LEONHARD KURZ betont man, dass das Unternehmen mit mehr als 50 Standorten weltweit bewusst am Standort Deutschland investiere. Die neue Anlage sei ein weiterer Baustein auf dem Weg zu einer klimaneutralen Produktion. Dieses Ziel will das Unternehmen bis zum Jahr 2040 erreichen.

(ls)

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