Schmidtstadt: So geht richtige Weidehaltung

Bodenhaltung, Freilandhaltung oder Stallhaltung. Für Tiere gibt es viele verschiedene Haltungsformen. Eine davon ist die Weidehaltung. Mit am meisten verbreitet ist diese noch bei der Haltung von Kühen in den Bergen, oder aber bei Schafzüchtern, die mit ihrer Herde wandern. Doch ein großes Problem dabei: Die Zäune funktionieren so gut wie nie. Warum das so ist und wie es richtig geht – das hat uns jetzt ein Experte in Schmidtstadt bei Etzelwang erklärt.

Kühe in Freiheit – Die stehen bei der sogenannten Weidehaltung im Fokus. Damit die Tiere innerhalb des Geländes bleiben, soll ein Elektrozaun helfen. Doch leider funktionieren diese zu rund 95 Prozent nicht, wie viele Experten beklagen.

Drei Fehlerquellen gibt es insgesamt:
Erstens ist oftmals das Gerät zu schwach und dadurch fließt zu wenig Strom. Zweitens ist häufig die Leitfähigkeit vom Zaunmaterial nicht ausreichend. Dadurch kann der Strom nicht richtig fließen. Ein weiteres Problem stellt laut Siegbert Lamparter, Zaunexperte, die Erdung mit dem Erzstab dar. Ohne korrekte Erdung fließt der Strom nicht richtig. Die Folge: Zwischen Erde und Zaun gibt es keine Spannung. Heißt die Tiere könnten am schlimmsten Fall aus dem Zaun ausbrechen.

An sich ist die Weidehaltung mit Elektrozaun für jedes Tier geeignet. Jedoch variiert die Drahtmenge zwischen den einzelnen Pfosten. Drei Drähte reichen beispielsweise für Mütterkühe. Bei Schaffen sollten es vier oder fünf sein.

Elektrozäune seien für Tier und Mensch ungefährlich
Insgesamt werden in der Oberpfalz nicht viele Tiere auf der Weide gehalten, so die Experten beim Bioland-Weidetag. Auch der Wolf sei daran Schuld. Da die Angst bestehe, dass Tiere gerissen werden. Doch mit einem richtig funktionierenden Elektrozaun kann auch dem vorgebeugt werden.

Die Befürchtung, dass Elektrozäune für Tier oder Mensch gefährlich sein können, das bestreitet Lampater. In Bayern wird die Weidehaltung gefördert. Auch für das Sichern der Tiere gegen den Wolf gibt es entsprechende Fördermittel. Mehr Infos dazu gibt es beim Bayerischen Staatsministerium.

(sh)