Weiden

Landgericht Weiden: Urkundenfälscherprozess neu aufgerollt

Im Juni ist am Landgericht Weiden der Prozess, in dem es um eine mutmaßliche Urkundenfälschung geht, ausgesetzt worden. Verteidiger Dominic Kriegel hatte zuvor einen Antrag auf ein psychiatrisches Gutachten gestellt, das über den Angeklagten Ingmar G. gemacht werden sollte. Diesem Antrag hatte die Kammer des Landgerichts am 22. Juni stattgegeben.

Laut Kriegel muss der Prozess jetzt völlig neu aufgerollt werden. Alle Zeugen und Sachverständige, die bereits bei der „1. Staffel“ des Urkundenfälscherprozesses ausgesagt hatten, müssen jetzt erneut antreten.

Gleich zu Beginn des heutigen Verhandlungstages hat es einen Paukenschlag gegeben. Staatsanwalt Matthias Bauer berichtete von einer Wohnungsdurchsuchung der Freundin des Angeklagten. Dort habe man Briefe von Ingmar G. gefunden, die wohl aus dem Gefängnis heraus- und am Gericht vorbeigeschmuggelt worden sind. Ein verbotener Vorgang. Vorsitzender Richter Markus Fillinger machte daraufhin dem Verteidiger Kriegel und seinem Mandanten wenig Hoffnung darauf, dass ein eventueller Antrag auf Haftprüfung positiv beschieden wird.

Bei der heute begonnenen „2. Staffel“ des Urkundenfälscherprozesses ist Dominic Kriegel der alleinige Verteidiger des Angeklagten. Verteidiger Adam Zurawel hat nämlich am 10. August sein Mandat für diesen Prozess niedergelegt.

(tb)

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