Amberg / Sulzbach-Rosenberg
30 Jahre 30 Geschichten: Die Tora-Rolle ist zurück
Es war ein erhebender Moment für die jüdische Gemeinde Amberg und den ganzen Freistaat: Die wohl älteste Torarolle Süddeutschlands ist vor fünf Jahren saniert und in einer großartigen Feier in das Gemeindeleben aufgenomen worden
Seit nun mehr schon 30 Jahren berichtet OTV täglich aus der Obnerpfalz. Und in all den Jahrzehnten gab es immer wieder Ereignisse, die besonders herausgeragt haben aus der Nachrichtenflut. Wie die Geschichte der Tora-Rolle in Amberg.
Sie enthält die fünf Bücher Mose, Gesetze und Regeln und ist den Juden heilig. Eine Tora-Rolle, in der all das handschriftlich geschrieben steht, ist etwas ganz Besonderes. Um so größer war die Freude und Überraschung als in Amberg die wohl älteste Tora-Rolle Süddeutschlands aufgetaucht ist. Zu wertvoll um die beschädigte Rolle zu beerdigen, befand der Amberger Rabbiner Elias Drey damals 2015. Was dann folgte, waren eine aufwändige Sanierungsaktion und weite Reisen. Vor genau fünf Jahren ist die Tora-Rolle wieder dann aus Sulzbach-Rosenberg, Israel und Berlin nach Amberg zurückgekehrt. Das ist im Amberger Kongresszentrum und in der Synagoge der Israelitischen Kultusgemeinde ganz groß gefeiert worden.
Inzwischen hat sie einen festen Platz im jüdischen Gemeindelebens Amberg gefunden. Sie ist wieder in Gebrauch und wird auch regelmäßig bei den Gottesdiensten eingesetzt.
(gb)