Amberg

Aktionswochen gegen Antisemitismus

Bundesweit gibt es im Oktober Bildungs- und Aktionswochen gegen Antisemitismus. Sie werden terminiert zwischen dem Jahrestag des antisemitischen Anschlags von Halle im Jahr 1919 und dem 9. November, dem Jahrestag der Reichspogrom-Nacht von 1938. Auch die Israelitische Kultusgemeinde Amberg ruft Aktionswochen gegen antisimitische Strömungen aus. Aus begründeter Sorge, denn die Gemeindemitglieder kennen Antisemitismus aus eigener Erfahrung.

Rabbiner Elias Dray berichtet von Mobbing jüdischer Schüler in Schulen und insbesondere im Internet nehme der Juden-Hass immer mehr zu. Es gebe kaum einen Post der Israelitischen Kultusgemeinde in den Sozialen Medien, auf den nicht mit bösen, teils strafrechtlich relevanten, Kommentaren reagiert werde.

Deshalb wolle man die Aktionswochen nutzen, um auf Antisemitismus aufmerksam zu machen und konkrete Informationen zu liefern, wohin man sich wenden kann, wenn man mit Antisemitismus konfrontiert werde. Nächster Termin: Ein Podiumsgespräch mit Dr. Annette Seidel-Arpaci am 27. Oktober um 19 Uhr in der Salzgasse 5.

Auch in Sulzbach Rosenberg gibt es eine Reihe von Angeboten zu den Antisemitismus-Wochen mit Vorträgen, Führungen und Workshops. So am 22. Oktober um 19 Uhr eine Lesung im Literaturarchiv oder am 29. Oktober um 19 Uhr in der ehemaligen Synagoge ein Vortrag über Antisemitismus in der AfD.

Mitorganisator der Aktionswochen ist ver.di Oberpfalz. Auf deren Internetseite gibt es weitere Informationen.

(gb)

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