Vilseck/Grafenwöhr: US-Truppenabzug – Reaktionen aus der Region

Der angekündigte Truppenabzug aus der Region hat für Entrüstung gesorgt. Allein aus Vilseck würden rund 4.500 Soldaten abgezogen werden, sollten die Pläne des amerikanischen Präsidenten Trump in die Tat umgesetzt werden.

Dies wäre dann ein immenser Verlust der Wirtschaftskraft, klagt Vilsecks Bürgermeister Hans-Martin Schertl. Für Vilseck befürchtet er Steuereinbußen von 2 bis 3 Millionen Euro.

Bittere Pille für Vilseck
Zu den rund 4.500 Soldaten kämen noch deren Familien dazu, die auch aus der Region verschwinden würden. In den vergangenen Jahren seien sehr gute Freundschaften zwischen Deutschen und Amerikanern entstanden. Ein Abzug wäre also auch auf dieser Ebene eine bittere Pille für die Region.

Zuversicht in Grafenwöhr
Grafenwöhrs Bürgermeister Edgar Knobloch sagte gegenüber OTV, dass das vorgestellte Konzept erst einmal in einen Plan einmünden muss, der dann vom Kongress und vom Senat auch gebilligt werden müsste. In den USA habe sich schon Widerstand gegen Trumps Pläne formiert. Auch in den eigenen Reihen seiner Partei.

Knobloch meint, dass ein schneller Truppenabzug in dieser Größe unrealistisch sei. Weder in den USA noch an anderen europäischen Militärstandorten sei genügend Platz, um eine derart hohe Zahl von Soldaten aufnehmen zu können. Knobloch nannte in diesem Zusammenhang eine Zahl: Die Verlegung von 1.000 Soldaten koste rund 1 Milliarde Euro.

Die weitere Entwicklung in den USA wird jedenfalls in der Region mit Spannung weiter verfolgt.

(tb)

Statement von Albert Rupprecht zum Truppenabzug